Welches Speiseöl zu welchem Anlass?

Eine kleine Übersicht über Speiseöle

Es gibt gefühlte tausend verschiedene Speiseöle auf dem deutschen Markt. Darunter befinden sich einfache Öle wie das zum Beispiel das Sonnenblumenöl oder das Rapsöl. Für exotische Gerichte oder ganz spezielle Speisen gibt es aber auch beispielsweise Pistazienöl. Und so unterschiedlich wie die Sorten sind auch die Preise. Zahlt man für ein Markenöl von der Sonnenblume so um die 2 Euro pro Liter geht der Preis auch schon mal an die 70 Euro für einen Liter Bio Omega Kräuter Speiseöl. Aber worauf kommt es bei den Speiseölen eigentlich an?

Kaltgepresste Öle

Auch wenn es immer noch heißt: kaltgepresste Öle sind besonders gut, ist das leider falsch. Jeder Hersteller darf sein Öl als „kaltgepresst“ bezeichnen, wenn es unterhalb einer Temperatur von 190°C gepresst wurde. Es sagt aber so nicht wirklich etwas über die Qualität des Öles aus. Genauso falsch ist die Behauptung, daß Olivenöl besonders gesund sei. Aber dazu kommen wir später noch.Speiseöl und Öl zum Braten

Speiseöl mischen – impossible?

Ganz und gar nicht. Oftmals ist es sogar gar nicht so schlecht, 2 oder noch mehr Ölsorten zu mischen. Wenn die Öle geschmacklich nicht weit auseinander sind, kann das durchaus Sinn machen. Ansonst gilt: einfach öfters mal ein anderes Öl verwenden. Nicht immer nur das einfache Olivenöl oder das schnöde Sonnenblumenöl. Gerne auch mal ein Walnussöl für den Sommersalat!

Der Rauchpunkt – unbedingt beachten!

Fleisch anbraten – aber mit welchem Öl? Bei den meisten Ölsorten ist der Rauchpunkt so niedrig, daß die Temperatur nicht ausreicht, um ein Steam richtig zu braten. Hier empfielt es sich, auf ganz spezielle Sorten zu gehen. Neutrale Pflanzenöle lassen sich sehr gut zum Braten oder Frittieren verwenden. Und auch vom Preis her sind diese Öle in der Regel die günstigsten. Und gerade beim chinesischem Essen ist es besser, die Zutaten im Wok mit simplem Pfanzenöl anzubraten, und erst danach das Sesamöl oder Erdnußöl dazugeben.

Omega 3 Fettsäuren

Gesundheit wird immer wichtiger – und auch beim Öl macht die Ernährungsberatung nicht halt. Die Omega 3 Fettsäuren haben viele extrem positive Eigenschaften. Und die wären:

  • wirken positiv gegen Neurodermitis
  • senken angeblich das Krebsrisiko
  • lindern rheumatische Attacken

Welches sind die beliebtesten Speiseöle?

Die drei beliebtesten Speiseöl hier in Deutschland sind:

  1. Rapsöl
  2. Sonnenblumenöl
  3. Olivenöl

Rapsöl ist in dieser Klasse die unangefochtene Nummer 1 mit mehr als 40% Marktanteil. Das Sonnenblumenöl hat dabei einen Anteil von 27% und das Olivenöl 18%. Die restlichen Anteile verteilen sich auf die vielen anderen Ölvariationen am Markt. Jedoch sind moderne Öle wie das Arganöl auf dem Vormarsch. Hier spielt das Thema Ernährung und Gesundheit

Und in welchen Ölen sind die Omega 3 Fettsäuren enthalten? Um es kurz zu machen: in Fisch. Dabei ist es völlig egal, ob es teurer Räucherlachsoder günstiger Thunfisch aus der Dose ist, oder umgekehrt. Selbst sehr günstige Heringe in Tomatensauce vom Discounter versorgt unseren Körper mit diesen wichtigen Nährstoffen.

Die Oliven

Zunächst einmal: Es gibt nicht etwa grüne und schwarze Olivensorten – jede Olive ist zu Beginn der Reife grün und wechselt dann nach und nach die Farbe, etwa von grün-braun marmoriert über Pflaumenblau bis zu Schwarz. Je nach Klima und Landschaft wird sie in den Monaten September bis Dezember (in vielen Gebieten bis Januar) pflückreif. Charakteristisch für das Öl, das aus diesen Oliven gewonnen wird, ist der stark ausgeprägte Duft nach frischem Gras und ein intensiver Frucht, also Olivengeschmack. Beim Verkosten des jungen Öls spürt man ein leichtes Kratzen im Hals – pizzica la gola, sagt man in der Toskana-, das Liebhaber von Olivenöl besonders schätzen.

Das Olivenöl extra vergine von Le tre Corti stammt ausschließlich von Oliven aus italienischen Anbaugebieten. Die Oliven werden handgepflückt und spätestens 24 Stunden nach der Ernte kaltgepresst. Der Säuregehalt ist sehr niedrig, in jedem Fall nicht höher als 0,5% (Ölsäure).bilder von frischen oliven

Wie wir heute wissen, haben Studien der letzten Jahre gezeigt, daß gerade die Olivenöl-Großverbraucher in den Ländern um das Mittelmeer trotz ihres geradezu verschwenderischen Fettkonsums kaum Probleme mit Herz- und Kreislauferkrankungen haben. Der Grund liegt in der günstigen Wirkung der ungesättigten Fettsäure auf die komplizierten Steuermechanismen des Stoffwechsels. So kann man die erforderliche Menge an Fettsäuren auf besonders schmackhafte Art in den Speiseplan aufnehmen.

Rezepte

Es wird immer wieder gefragt: darf Olivenöl erhitzt werden. Selbstverständlich darf man das. Wegen seiner idealen Fettzusammensetzung kann Olio Extra Vergine di Oliva schonend bis 180°C, sogar bis 210°C erhitzt werden, ohne dass seine wertvollen Eigentschaften verloren gehen. Also Olivenöl extra vergine ist zum Braten ideal! Natürlich kommt die Qualität roh viel besser zu seiner Geltung.